Anleitung
3D-Druck Kostenrechner Plus

Einrichtung, Kalkulation, Dokumente, History, JSON, PDF, E-Rechnung und praktische Tipps für saubere Angebote, Rechnungen und Lieferscheine.

Schnellstart

Tipp: Die Anleitung kannst du direkt neben dem Tool auf der Webseite ablegen.

Stand
Anleitung 1.0.0 · passend zu Tool-Version 1.9.2

Warenschmiede Tool-Anleitung

Wofür ist das Tool gedacht?

Der Kostenrechner hilft dabei, 3D-Druckaufträge zu kalkulieren und daraus direkt ein Angebot, eine Rechnung oder einen Lieferschein zu erstellen. Die Arbeit passiert links im Tool, die Dokumentvorschau siehst du rechts. Firmendaten, Logo, QR-Code, Steuertexte, Bankdaten und Presets liegen in den Einstellungen.

Merksatz

Kalkulation intern sauber, Ausgabe nach außen kontrolliert.

🧮

Kalkulieren

Material, Druckzeit, Strom, Maschine, Arbeit, Ausschuss, Fixkosten und Marge.

📄

Dokumente

Angebot, Rechnung oder Lieferschein mit PDF-/Druckausgabe.

💾

Sichern

History für Komfort, JSON für bearbeitbare Projektdateien, PDF für Kunden.

Schnellstart in 7 Schritten

Einstellungen öffnen

Trage zuerst eigene Firmendaten, Logo, Bankdaten, Steuertext und Standardwerte ein. Diese Daten werden lokal im Browser gespeichert.

Dokumenttyp wählen

Wähle Angebot, Rechnung oder Lieferschein. Danach prüfst du Nummer, Datum, Projekt und je nach Typ das Gültigkeits- oder Fälligkeitsdatum.

Kundendaten eintragen

Name, Adresse, Kundennummer und Ansprechpartner eintragen. Für Testdokumente kannst du natürlich Musterdaten verwenden.

Druckposition anlegen

Bauteilname, Menge, Material, Gewicht und Druckzeit eintragen. Presets für Material, Drucker und Kalkulationsprofil beschleunigen die Eingabe.

Zusatzpositionen ergänzen

Versand, CAD-Arbeit, Montage, Verpackung oder freie Artikel kannst du als Zusatzposition einfügen.

Prüfen

Der Prüfmodus zeigt typische Lücken: fehlende Kundendaten, Bankdaten, Rechtstext, QR-Inhalt oder keine Positionen.

PDF/JSON speichern

PDF ist das fertige Dokument. JSON ist die bearbeitbare Projektdatei. Am besten beides zusammen im Kundenordner ablegen.

3D-Druck richtig kalkulieren

Der Rechner arbeitet grundsätzlich netto. Steuer oder Kleinunternehmer-Hinweis werden erst im Dokumentbereich ergänzt.

WertBedeutungPraxis-Tipp
GewichtMaterialverbrauch in Gramm.Aus dem Slicer übernehmen.
DruckzeitLaufzeit in Stunden.Auch Rüstzeit kann über Arbeit/Fixkosten berücksichtigt werden.
MaterialpreisPreis pro kg Filament.Lieber realistischen Einkaufspreis inkl. Versand verwenden.
MaschinenkostenVerschleiß, Abnutzung, Gerätelaufzeit.Als €/h hinterlegen, damit es einfach bleibt.
ArbeitEntfernen, Reinigen, Verpacken, kurze Nacharbeit.Nicht vergessen: Deine Zeit ist nicht kostenlos.
AusschussRisikozuschlag für Fehldrucke.Bei Einzelstücken oder kritischem Material höher ansetzen.
MargeAufschlag auf die Kosten.Nicht mit Steuer verwechseln. Steuer kommt danach.

Wichtig bei kleinen Teilen

Ein Teil kann rechnerisch nur wenige Cent Material kosten. Der Verkaufspreis darf trotzdem höher sein, weil Aufwand, Einrichtung, Risiko, Verpackung, Kommunikation und Wert für den Kunden ebenfalls zählen.

Presets: Material, Drucker und Profile

Presets sind Vorlagen. Sie sparen Zeit und sorgen dafür, dass du nicht jedes Mal dieselben Werte neu eintragen musst.

Materialien€/kg

Hier legst du Filamentnamen, €/kg und optional CO₂-Werte ab. Eigene Sorten wie „Bambu PLA Matte Weiß“ oder „PETG-CF Schwarz“ sind sinnvoll.

  • Materialpreis realistisch mit Versand/Restverlust kalkulieren.
  • Für teure Spezialfilamente eigene Presets anlegen.

Drucker€/h

Hier liegen Watt, Lastfaktor und Maschinenkosten €/h. Die Werte sind Richtwerte und können pro Auftrag angepasst werden.

  • Für schnelle/teure Drucker einen höheren Maschinensatz nutzen.
  • Wartung, Düsen, Platten und Verschleiß grob einpreisen.

ProfileMarge

Profile bündeln Marge, Arbeit, Lohnsatz und Ausschuss. Zum Beispiel Hobby, Standard Verkauf, Gewerblich oder Express.

  • Für Einzelstücke und Expressaufträge höhere Profile nutzen.
  • Für private Tests kann ein schlankes Profil reichen.

Angebot, Rechnung und Lieferschein

Angebot

Für Preisvorschläge. Enthält optional „gültig bis“. Bankdaten können bei Angeboten optional eingeblendet werden.

Rechnung

Für fertige Abrechnung. Enthält Fälligkeitsdatum, Bankdaten und Steuer-/Rechtstext.

Lieferschein

Für Übergabe/Versand. Preise werden ausgeblendet, Mengen und Positionen bleiben sichtbar.

Die Dokumentnummer bleibt bewusst manuell kontrollierbar. Das Tool kann eine nächste Nummer vorschlagen, erzwingt sie aber nicht.

Praxis: Angebot, Rechnung und Lieferschein richtig nutzen

Dieser Abschnitt ist für Nutzer gedacht, die noch wenig Erfahrung mit Dokumenten haben. Er ersetzt keine Beratung, gibt aber einen sauberen Arbeitsrahmen.

1. Erst Angebot

Ein Angebot ist sinnvoll, wenn der Kunde vorab einen Preis sehen und zustimmen soll. Hier kannst du eine Gültigkeit eintragen, zum Beispiel 10 oder 14 Tage.

2. Dann Rechnung

Die Rechnung kommt, wenn der Auftrag geliefert oder abgeschlossen ist. Prüfe Nummer, Datum, Kunde, Positionen, Zahlungsziel, Bankdaten und Steuertext.

3. Optional Lieferschein

Der Lieferschein begleitet Ware oder Übergabe. Er zeigt Mengen und Positionen, aber keine Preise. Gut, wenn Paket und Rechnung getrennt laufen.

Rechnungsnummern sauber führen

  • Nutze eindeutige Nummern, zum Beispiel RE-2026-001.
  • Keine Nummer doppelt vergeben.
  • Testdokumente klar als Test markieren oder nicht im echten Archiv verwenden.
  • Der Nummernvorschlag ist ein Helfer, die finale Kontrolle bleibt beim Nutzer.

Vor dem Versenden prüfen

  • Name und Anschrift von Anbieter und Kunde vollständig?
  • Datum, Nummer, Leistungsbeschreibung und Mengen plausibel?
  • Preise, Rabatte, Zusatzpositionen und Gesamtbetrag richtig?
  • Bei Rechnung: Zahlungsziel, Bankdaten und Steuer-/Rechtstext prüfen.

Was man besser nicht macht

  • Keine fertige Rechnung versenden, wenn nur ein Angebot gemeint ist.
  • Keine Umsatzsteuer ausweisen, wenn man die Kleinunternehmerregelung nutzt.
  • Keine Kalkulationsdetails zeigen, wenn der Kunde nur einen sauberen Endpreis braucht.
  • PDF nicht als einzige Sicherung verwenden, wenn später Änderungen möglich sein sollen.

Finanzamt & Ablage

  • PDF und JSON am besten gemeinsam im Kunden- oder Jahresordner speichern.
  • Bei echten Rechnungen auf eine nachvollziehbare, fortlaufende Ablage achten.
  • Steuernummer/USt-IdNr. und Steuertext nur passend zur eigenen Situation verwenden.
  • Bei Unsicherheit Steuerberater, Finanzamt oder offizielle Informationen prüfen.

Einfacher Praxis-Workflow

Angebot erstellen → PDF und JSON speichern → nach Annahme Rechnung daraus erzeugen → Rechnungsnummer prüfen → PDF und JSON im Kundenordner ablegen → bei Lieferung optional Lieferschein erstellen.

Transparenz, Kundensicht und Kompaktmodus

Nicht jeder Kunde muss deine komplette interne Kalkulation sehen. Darum kann jede Druckposition unterschiedlich dargestellt werden.

Nur Artikel

Zeigt nur Bezeichnung, Menge und Preis. Gut für normale Kundenangebote.

Artikel + Material

Zeigt Material, Gewicht und Druckzeit. Gut, wenn etwas technischer wirken darf.

Kalkulation sichtbar

Zeigt Material, Strom, Maschine, Arbeit, Ausschuss/Fix und Marge. Nur nutzen, wenn Transparenz gewünscht ist.

Kompaktmodus

Der Kompaktmodus verdichtet das PDF. Zusätzlich kann er Kalkulationsdetails automatisch für die Ausgabe ausblenden, ohne deine internen Einstellungen pro Position zu verändern.

Speichern: History, JSON, PDF und Backup

Das ist der wichtigste Bereich, damit später keine Verwirrung entsteht.

History

Lokaler Schnellverlauf im Browser. Praktisch zum Wiederfinden, aber kein Ersatz für Projektdateien.

Projekt-JSON

Die bearbeitbare Datei. Diese Datei brauchst du, wenn du ein Dokument später wieder ändern willst.

PDF / Druck

Das fertige Kundendokument. Gut zum Versenden und Archivieren, aber nicht zum Weiterbearbeiten.

History-Backup

Exportiert den lokalen Verlauf. Nützlich, wenn die History sehr wichtig wird oder auf einen anderen Browser übertragen werden soll.

Empfohlene Ordnerstruktur

Kunde_Anja_Musterfrau/
├─ ANG-2026-001.pdf
├─ ANG-2026-001.json
├─ RE-2026-001.pdf
└─ RE-2026-001.json

Prüfmodus vor PDF/Druck

Der Prüfmodus ist eine Sicherheitsrunde. Er blockiert nicht grundsätzlich, aber er weist auf mögliche Lücken hin.

✓ Dokumentnummer vorhanden?
✓ Kunde eingetragen?
✓ Positionen vorhanden?
✓ Bankdaten bei Rechnung vollständig?
✓ Rechtstext vorhanden?
✓ QR-Code hat Inhalt?

Steuer, Kleinunternehmer und Rechtstext

Das Tool kann Steuertexte anzeigen, ersetzt aber keine steuerliche oder rechtliche Prüfung. Nutzer sollten ihre Angaben eigenverantwortlich prüfen.

Kleinunternehmer

Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, sollte keine Umsatzsteuer ausweisen und einen passenden Hinweis auf die Steuerbefreiung verwenden.

Mit Umsatzsteuer

Wer Umsatzsteuer ausweist, sollte Steuersatz, Steuerbetrag, Netto- und Gesamtbetrag sauber prüfen und nur passende Steuersätze verwenden.

Pflichtangaben

Typische Rechnungsangaben sind u. a. Name/Adresse, Datum, eindeutige Nummer, Leistungsbeschreibung, Mengen/Preise und je nach Fall Steuerangaben.

DACH-Nutzung

Für Deutschland, Österreich und Schweiz können unterschiedliche Anforderungen gelten. Deshalb sind eigene Rechtstexte und Prüfung wichtig.

Wichtiger Hinweis

Gerade bei Rechnungen, Kleinunternehmerregelung, MwSt, DACH-Nutzung und Pflichtangaben sollte der Text zur eigenen Situation passen. Im Zweifel bitte fachlich prüfen lassen.

E-Rechnung: Was dieses Tool kann und was nicht

Eine E-Rechnung ist nicht einfach ein normales PDF per E-Mail. Für echte E-Rechnungen werden strukturierte, maschinenlesbare Daten benötigt, zum Beispiel im Format XRechnung oder ZUGFeRD. Dieses Tool erstellt klassische PDF-/Druckdokumente und bearbeitbare JSON-Projektdateien, aber aktuell keine normkonforme E-Rechnung.

PDF

Gut lesbares Kundendokument und Archivkopie. Ein normales PDF ist aber nicht automatisch eine E-Rechnung.

JSON-Projektdatei

Bearbeitbarer Stand aus dem Kostenrechner. Praktisch für spätere Änderungen, aber ebenfalls keine E-Rechnung.

XRechnung / ZUGFeRD

Strukturierte Rechnungsformate für maschinelle Verarbeitung. Dafür sollte geprüfte E-Rechnungssoftware verwendet werden.

Was Nutzer praktisch machen können

Sicherer Weg

Die Werte aus dem Tool oder aus dem PDF in eine geeignete E-Rechnungssoftware übertragen und dort XRechnung oder ZUGFeRD erzeugen. Danach die erzeugte Datei prüfen.

PDF-Konvertierung

Manche Fremdsoftware kann PDF-Rechnungen auslesen und daraus E-Rechnungsdaten erstellen. Das Ergebnis sollte besonders sorgfältig geprüft werden, weil automatische Erkennung Fehler machen kann.

Wichtiger Hinweis zur Veröffentlichung

Dieses Tool ist kein Ersatz für geprüfte Buchhaltungs- oder E-Rechnungssoftware. Für verpflichtende E-Rechnungen, B2B-Fälle, öffentliche Auftraggeber oder besondere Anforderungen sollte geeignete Software genutzt oder fachlicher Rat eingeholt werden.

Hinweise, Absicherung und Verantwortung

Das Tool soll die Arbeit erleichtern und typische Rechen- und Organisationsfehler reduzieren. Trotzdem bleibt es wichtig, jedes Dokument vor dem Versenden kurz selbst zu prüfen.

Keine Rechts- oder Steuerberatung

Steuertexte, Kleinunternehmer-Hinweise, MwSt.-Angaben und Pflichtangaben müssen zur eigenen Situation passen. Im Zweifel bitte fachlich prüfen lassen.

Dokumente vor Versand prüfen

Der Prüfmodus hilft, ersetzt aber keine Endkontrolle. Nummer, Kunde, Datum, Preise, Bankdaten, Rechtstext und PDF-Ausgabe sollten vor dem Senden geprüft werden.

Lokale Datenhaltung

Die Eingaben und die History liegen lokal im Browser. Für eine dauerhafte Ablage sollten Projekt-JSON und PDF zusätzlich in eigenen Ordnern gespeichert werden.

Kostenloses Hilfswerkzeug

Der Kostenrechner wurde als praktisches Hilfswerkzeug für 3D-Druck-Kalkulationen erstellt. Eine Gewähr für Vollständigkeit, rechtliche Richtigkeit oder fehlerfreie Ausgabe kann nicht übernommen werden.

Empfohlener Arbeitsablauf

Erst kalkulieren, dann prüfen, dann als PDF ausgeben und zusätzlich die JSON-Projektdatei speichern. So bleibt das Kundendokument sauber archiviert und der Auftrag später weiterbearbeitbar.

Häufige Fragen

Bereit?

Öffne den Kostenrechner und lege mit deinem ersten Dokument los.

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