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Barcode-Werkstatt Plus verstehen

Hier lernst du nicht nur, wie du das Tool bedienst. Du erfährst auch, was Barcodes eigentlich sind, welche Arten es gibt und welcher Barcode zu deinem Anwendungsfall passt.

Was bringt mir das?

Für interne Kennzeichnung

Werkzeuge, Lagerplätze, Aufträge und Material.

Für Handel

EAN-13 oder EAN-8 mit passenden offiziell zugeteilten Nummern.

Für Logistik

ITF-14 für Verpackungseinheiten und Umkartons.

Lokal im Browser

Eingaben und Projekte bleiben lokal, sofern du keine Datei exportierst.

Einfach erklärt

Was ist ein Barcode?

Ein Barcode ist eine maschinenlesbare Darstellung eines Inhalts. Der Inhalt kann zum Beispiel WS-2026-0147 sein. Ein Scanner erkennt das Muster aus Balken und Zwischenräumen und überträgt den gespeicherten Wert.

  • schneller erfassen
  • Tippfehler vermeiden
  • Artikel eindeutig zuordnen
  • Lager und Werkstatt organisieren
  • Vorgänge automatisieren
Hintergrundwissen

Die Barcode-Art legt fest, wie Zeichen in Balken und Abstände übersetzt werden. Scanner wandeln das Muster wieder in den ursprünglichen Wert um.

Warum benutzt man Barcodes?

Scanner können einen Wert schnell und ohne manuelles Abtippen erfassen. Das ist schneller, verursacht weniger Eingabefehler und hilft bei Artikelkennzeichnung, Serien, Versand, Lager und Werkstatt.

Praxisbeispiel

Ein Lagerfach und sein Barcode tragen beide LAGER-A12. Beim Scan wird sofort genau dieser Wert übertragen.

Barcode oder Nummer?

Identifikationsnummer

Der eigentliche Wert oder Identifier.

Barcode

Die maschinenlesbare Darstellung dieses Wertes.

4006381333931 ist der Wert. Die Balken darüber stellen ihn als EAN-13 dar.

Entscheidungshilfe

Welchen Barcode brauche ich?

Du musst nicht erst Barcode-Standards studieren. Wähle zuerst deinen Anwendungsfall.

Code128 für interne Nummern, Lager und Werkstatt EAN-13 für Handelsartikel mit offizieller GTIN-13 EAN-8 für kleine Handelsware mit zugeteilter GTIN-8 Code39 für bestehende Industrie- und Lagersysteme ITF-14 für Umkartons, Verpackungseinheiten und Logistik

Eigene interne Nummern, Lager, Werkstatt?→ Code128

Handelsartikel mit offizieller GTIN-13?→ EAN-13

Kleine Handelsware mit zugeteilter GTIN-8?→ EAN-8

Bestehendes Industrie-/Lagersystem mit Code39?→ Code39

Umkarton / Verpackungseinheit / Logistik?→ ITF-14

Barcode-Art

Code128

Der flexible Allrounder für eigene interne Kennzeichnungen.

Code128 verarbeitet Zahlen und Buchstaben. Er eignet sich gut für interne Artikelnummern, Lagerplätze, Werkzeuge, Aufträge, Behälter und Werkstattetiketten.

Beispiele

WS-2026-0147 · LAGER-A12 · WZG-0042

Barcode-Art

EAN-13

Typischer Barcode auf Produkten im Einzelhandel.

EAN-13 stellt typischerweise eine 13-stellige GTIN als Barcode dar. Typische Fälle sind Verkaufsartikel, Produktverpackungen und Kassensysteme.

Barcode-Art

EAN-8

Kompakter Handelsbarcode mit 8-stelliger GTIN.

EAN-8 braucht weniger Platz als EAN-13 und wird für kleinere Artikel oder Verpackungen verwendet, wenn dafür eine GTIN-8 zugeteilt wurde.

Barcode-Art

Code39

Ein einfacher, robuster Barcode in älteren Industrie-, Lager- und internen Systemen.

Er eignet sich für einfache alphanumerische Codes und Bauteile. Code39 ist weniger dicht als Code128 und braucht für denselben Inhalt meist mehr Platz. Für ein neues flexibles internes System ist Code128 häufig praktischer.

Barcode-Art

ITF-14

Vor allem für Verpackungseinheiten, Umkartons und Logistik.

Typischer Ablauf: Produkt → mehrere Produkte → Umkarton → ITF-14 am Karton. Der Code wird in Lager-, Transport- und Distributionsumgebungen verwendet, nicht als normaler Barcode für einzelne Verbraucherprodukte an der Kasse.

Arbeitsmodi

Einzelcode

Einen Barcode erzeugen.

Gleicher Code

Denselben Barcode mehrfach ausgeben.

Serie

Fortlaufende Werte wie WS-001, WS-002, WS-003.

Manuelle Liste

Unterschiedliche Werte wie LAGER-A01 und WZG-0042 zeilenweise einfügen.

Prüfziffern

Eine Prüfziffer ist eine zusätzliche Kontrollziffer. Sie hilft zu erkennen, ob ein Zahlencode wahrscheinlich falsch eingegeben wurde.

Eingaben & Listen

Je nach Barcode-Art und Arbeitsmodus ändern sich die Eingaben. Einzelcode braucht einen Wert, Gleicher Code zusätzlich die Kopienzahl, Serie einen Startwert, Anzahl und Schrittweite. In die manuelle Liste kommt ein Wert pro Zeile. Das Tool prüft, ob die Eingaben zur Barcode-Art passen.

Etiketten gestalten

Die Live-Vorschau zeigt ein einzelnes Etikett. Du kannst Titel, Rahmen, Fläche, Balken, Text, Barcode-Bereich und Größe gestalten.

Druckbogen & PDF

Etikettenmaß
Physische Breite und Höhe.
A4-Rand
Abstand zum Blattrand.
Etikettenabstand
Platz zwischen den Etiketten.
Kopien
Wie oft jeder Code erscheint.
Druckbogen
Anordnung aller Etiketten auf DIN A4.

Live-Vorschau bedeutet das Aussehen eines Etiketts. A4-Anordnung bedeutet Position und Anzahl auf dem Blatt. Im Druckdialog kannst du den Druckbogen als PDF speichern, wenn Browser und Betriebssystem das anbieten.

Projekte & Versionen

Projekt speichern, Projekt laden, Version speichern und Lokalen Arbeitsstand löschen findest du im ☰ Tool-Menü. Projekte werden als JSON-Datei gespeichert. Das Löschen des lokalen Arbeitsstands ist destruktiv und verlangt eine Bestätigung.

Der Versionsverlauf bleibt im Arbeitsbereich. Pro gespeicherter Version stehen dort Laden, CSV und Löschen bereit.

Scanbarkeit & Kontrast

Scanner müssen Balken und Zwischenräume eindeutig unterscheiden. Dunkle Balken auf hellem Hintergrund sind meist besonders zuverlässig.

  • Zu wenig Kontrast kann problematisch sein.
  • Sehr kleine Barcodes können problematisch sein.
  • Schlechte Druckqualität kann problematisch sein.
  • Dekoration darf die Barcodefläche nicht stören.

Testdruck

Vor einer großen Serie immer einen Testdruck machen und scannen.

  1. Einige Etiketten drucken.
  2. Mit dem vorgesehenen Scanner und möglichst auch einem Smartphone testen.
  3. Abstand, Größe und Kontrast prüfen.
  4. Erst danach die ganze Serie drucken.

Grenzen & offizielle Nummern

Die Barcode-Werkstatt erzeugt und prüft technische Barcode-Darstellungen. Sie vergibt keine offiziellen Handelsnummern.